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Barockes Kirchen-Interieur, wohl Kloster Neuzelle in Brandenburg

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Meisterlich detailreich ausgeführtes Interieur einer Barockkirche mit Kreuzaltar

Barockes Kirchen-Interieur, wohl Kloster Neuzelle in Brandenburg

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Details

Wilhelm Blanke, Barockes Kirchen-Interieur mit Kreuzaltar, wohl Kloster Neuzelle
*11.3.1873 Unruhstadt/Kargowa (Posen) – 16.4.1936 (Berlin)

Technik: Öl auf Leinwand
Maße: Bild ca. 48,5 x 58cm, Rahmen 65 x 76cm
Signatur: l.u. „W. Blanke“
Datierung: ./., ca. 1910
Zustand: Bild 1a, frisch glänzende Farben; schmucker, mehrfach profilierter Goldholzrahmen mit vereinzelten kl. Abplatzern, sonst gut

Farbschönes Kircheninterieur von höchster malerischer Finesse, wohl eine Innenansicht vom Kreuzaltar in der barocken Klosteranlage Neuzelle/Brandenburg (s.u.). Über die schattenwerfenden Bänke geht der Blick durch den hell vom indirekten Sonnenlicht erleuchteten, mit urigen Steinen gepflasterten Kirchenraum zu prunkvoll geschnitzten bzw. mit Marmorfiguren ausgestatteten Altären.
Der Berliner Maler WB zählt als „genialer Autodidakt“ aufgrund seiner meisterlichen, typisch unruhigen Pinselführung, die das Motiv in „flimmernder Lebendigkeit“ festhält, zu den beliebtesten deutschen Interieurmalern.
Bei Artprice ist WB mit zZt. 158 Auktionsergebnissen gelistet, beste vglb. Ergebnisse in Euro (jew. plus ca. 30% Gebühren): 5.000/3000/2800/2045/1970/1829/1800/1302/1300

Originalartikel aus dem Künstlerlexikon AKL:
"Blanke, Wilhelm, dt. Maler, Lithograph, *11.3.1873 Unruhstadt/Posen, †16.4.1936 Berlin. 1888-90 Lehre als Dekorationsmaler. Danach ging er nach Berlin und bildete sich autodidakt. in den Berliner Mus. und Sammlungen. 1892 Reise über München, Innsbruck und Zürich, um in Italien die dortigen Mus., Slgn und Kirchen zu studieren. Rückreise über Triest, Wien und Prag (hier später mehrfach Aufenthalte). – B.s Landschaften, Interieurs von Kirchen und Schlössern, Bildnisse, Blumenstücke, Stilleben und Prozessionen vermitteln weniger das genaue äußere Abbild, als vielmehr das Atmosphärische und Wesenhafte. B. läßt sich stilist. keiner bestimmten Richtung zuordnen, da er immer wieder auf alte Meister zurückgreift, aber auch dem Neuen gegenüber offen ist. Im Priv.-Bes. befinden sich die Öl-Gem. Marienkirche zu Danzig und Priesterschüler. AUSSTELLUNGEN G: 1900-27 Berlin, Große Berliner Kunst-Ausst. BIBLIOGRAPHIE Vo1, 1953. Ries, 1992. – Westermanns MH 127:1919(1)50, 56; Dressler II, 1930; M.Bernhard, Verlorene Werke der Malerei, B. 1965. – Mitt. P. von Wrangell, Düsseldorf.

Evangelische Kirche (ehem. Kloster) Neuzelle in Brandenburg: (Internet) „Als einziges Kloster in der Niederlausitz überstand Neuzelle die Reformation als eine katholische Insel in rein protestantischer Umgebung. Auch die bäuerlichen Untertanen des Stifts hatten sich um 1550 der Lehre Martin Luthers zugewandt. Die Mönche kamen nun überwiegend aus Nordböhmen sowie der katholischen Oberlausitz und studierten in Prag. Das Kloster wurde in die Böhmische Ordensprovinz aufgenommen. Als die Niederlausitz 1635 von den Habsburgern im Prager Frieden an die sächsischen Wettiner abgetreten wurde, musste der protestantische Kurfürst im so genannten Traditionsrezess den Fortbestand von Neuzelle garantieren. Das Stift Neuzelle gehörte zu den Niederlausitzer Landständen und war bis zu seiner Auflösung im Landtag vertreten. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde die Klosteranlage schwer beschädigt und erst zwei Jahre nach dem Westfälischen Frieden kehrten die Mönche 1650 wieder zurück. Abt Bernardus ließ zwischen 1655 und 1658 die wiederaufgebauten Gebäude von italienischen Künstlern mit Fresken und Stuckaturen versehen. Sein Nachfolger ließ die Klosteranlage konsequent im Stil des süddeutschen Barocks umgestalten. Die prächtige Barockisierung des Gebäudes ließ die Raumstruktur der dreischiffigen Hallenkirche mit ihren eng gesetzten Pfeilern und den schmalen Seitenschiffen jedoch unangetastet. Fast alle heute noch bestehenden Gebäude der Anlage stammen überwiegend aus der Zeit des Barock. Die Neuzeller Klosterkirche ist der bedeutendste Sakralbau der Niederlausitz. Als Folge des Wiener Kongresses wurde die ehemals sächsische Niederlausitz preußisch, und die Neuzeller Abtei wurde 1817 durch König Friedrich Wilhelm III. als eines der letzten Zisterzienserklöster auf deutschem Boden säkularisiert. Im 19. Jahrhundert war dem Waisenhaus des Klosters auch ein Lehrerseminar angeschlossen.[1] Die Klostergebäude wurden fortan vom staatlichen Stift Neuzelle verwaltet. Während die ehemalige Konventskirche katholisch blieb und 1947 Wallfahrtskirche zum Heiligtum Unserer Lieben Frau wurde, wurde die ehemalige Leutekirche Zum Heiligen Kreuz evangelische Pfarrkirche (im Zuge der Einrichtung eines Lehrerseminars in den Klausurgebäuden). 1955 wurde das Stift Neuzelle aufgelöst, 1996 als Stiftung Stift Neuzelle neu gegründet. Die jetzige Orgel der Stiftskirche wurde 1906 von dem Orgelbauer Wilhelm Sauer (Frankfurt/Oder) erbaut. Das Kegelladeninstrument hat 24 Register auf zwei Manualen und Pedal...“ „Als erste können Besucher eines Weihnachtskonzerts am Samstag (5. Dezember 2015) das Ergebnis begutachten. Am Sonntag will die evangelische Kirchengemeinde den von 1734 stammenden Altar beim Gottesdienst wieder in Betrieb nehmen. Der barocke, mehr als neun Meter hohe Altar aus Lindenholz besteht aus neun lebensgroßen biblischen Figuren, 17 großen Engeln und 19 Engelsköpfen, die in plastisch gestaltete Wolken eingebettet sind. Er steht in der evangelischen Pfarrkirche, die seit dem Jahr 2009 für 2,9 Millionen Euro aus Landes- und Bundesmitteln umfassend saniert wurde. Ein wenig abseits des zentralen Stiftsplatzes stehend, war sie um 1730 nach dem Vorbild der Jesuitenkirche in Rom erbaut worden- mit zwei Doppeltürmen und einer Kuppel über dem Chorraum. Barockwunder Brandenburgs nennt man die 1268 vom meißischen Markgrafen Heinrich dem Erlauchten gegründete und später barockisierte Klosteranlage in Neuzelle. Sie gilt heute als eine der wenigen vollständig erhaltenen Klosteranlagen Deutschlands und Europas. Neben den beiden Barockkirchen und dem spätgotischen Kreuzgang ist der wiederhergestellte barocke Klostergarten ein besonderer Anziehungspunkt. An der Stelle einer älteren Pfortenkapelle wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine Katholische Pfarrkirche für die örtliche Bevölkerung gebaut, die um 1735 fertiggestellt war. Die Kirche verfügt über eine reiche barocke Ausgestaltung und Freskierung. Seit der Auflösung des Klosters im Jahr 1817 wird die Kirche als Evangelische Pfarrkirche genutzt.“ (Quelle: stift-neuzelle.de/kreuzkirche)

Zusätzliche Information

Künstler BLANKE, Wilhelm (1873)

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